250 Menschen gedenken dem Tod von Djamaa Isu in Eisenhüttenstadt

Anlässlich des Selbstmordes eines Flüchtlings in einer Flüchtlingsunterkunft in Eisenhüttenstadt kam es heute zu einer Demonstration durch die Stahlstadt in Brandenburg. 

Zu Beginn der Demonstration versammelten sich die Menschen, nach dem sie sich Zutritt zum Gelände der ZABH verschafft haben, auf dem Hof und hielten eine Schweigeminute ab. Anschließend zogen sie zum Abschiebegefängnis, welches sich ebenfalls auf dem Gelände der ZABH befindet und solidarisierten sich mit den Insass_innen. Dabei wurde versucht in das Gebäude zu gelangen, wobei das Eingangstor zerstört wurde. Die eintreffenden Polizeibeamten der BFE konnten dies nur durch den Einsatz von Pfefferspray und Gewalt verhindern. Das Tor des Abschiebegewahrsams wurde dabei zerstört.

Anschliessend wurde die Demonstration durch Eisenhüttenstadt durchgeführt, an der bis zu 250 Menschen teilnahmen. Die Demonstration war Bunt und Lautstark. Es wurde auf die rasistische Asylpolitik hingewiesen und ein gerechter Umgang mit Flüchtlingen in Deutschland gefordert. Neben den menschenunwürdigen Bedingungen machten die Protestierenden auf den Selbstmord Djamaa Isu aufmerksam dem eine Abschiebung nach der Dublin-II Verordnung drohte.

Der Demonstrationszug zog durch die Stadt und wieder zurück zur Zentralen Aufnahmestelle. Dabei zeigte die örtliche Bevölkerung Desinteresse bis Feindschaft. Einmal wurde zudem ein Arm zum Hitlergruß erhoben.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.