Dresden: Blockaden verhinderten Naziaufmarsch erneut

In Folge sei­ner Blo­cka­de­stra­te­gie hat das Bünd­nis „Na­zi­frei! Dres­den stellt sich quer“ mit meh­re­ren Blo­cka­den an stra­te­gi­schen Punk­ten für eine Durch­kreu­zung der Na­zis­tra­te­gie ge­sorgt. An­ders als ge­plant, konn­te die Na­zi­de­mo nicht in der Pir­nai­schen Vor­stadt statt­fin­den, son­dern Nazis sam­mel­ten sich an den Bahn­hö­fen Haupt­bahn­hof und Streh­len. Somit ist eine mas­si­ve Be­hin­de­rung der Na­zi­de­mo er­mög­licht wor­den.

Dazu er­klärt Bünd­nis­spre­cher Sil­vio Lang: „Wir gehen davon aus, dass der Sach­sen­platz als Ort der Auf­takt­kund­ge­bung der Nazis ge­plant war. Die­sen Punkt haben wir früh­zei­tig blo­ckiert und auch wei­te­re Kreu­zun­gen in der Nähe. Da­durch muss­ten die Nazis doch zen­tral an den Bahn­hö­fen ge­sam­melt wer­den. Ein Sze­na­rio, auf das wir immer hin­ge­drängt haben.“

Die Stadt­ver­wal­tung in per­so­na der Ver­samm­lungs­be­hör­de unter Herrn Lübs hatte sich lange gegen einen zen­tra­len An­rei­se­ort ver­wei­gert. Of­fen­sicht­lich haben die Er­eig­nis­se sie nun dazu ge­zwun­gen.

„Wenn sich die Zahl von 600-​800 Nazis be­stä­tigt, haben wir einen wei­te­ren Er­folg er­zie­len kön­nen. Denn somit wären noch­mal deut­lich we­ni­ger Nazis nach Dres­den ge­kom­men, als er­war­tet. Dem ent­ge­hen stan­den mehr als 3000 Teil­neh­mer_in­nen beim Tä­ter­spu­ren­mahn­gang und im wei­te­ren Ver­lauf bis zu 4000 Ge­gen­de­mons­tran­t_in­nen an ver­schie­de­nen Blo­cka­de­punk­ten und im Nach­gang der Men­schen­ket­te. Das ist deut­lich mehr als wir im Vor­feld er­war­tet haben und zeigt, dass eine brei­te Masse der Be­völ­ke­rung genug von Na­zi­de­mos in der Stadt hat und über Sym­bol­po­li­tik hin­aus aktiv sein will. Das stil­le Ge­den­ken nach Vor­stel­lung von CDU/FDP und Stadt­ver­wal­tung hat of­fen­sicht­lich end­lich aus­ge­diehnt.“, so Lang ab­schlie­ßend.

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